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Werkstätten:Tag 2012

Maßgeschneidertes Programm

Das Programm des Werkstätten:Tages 2012 spiegelt die Vielfalt der aktuellen Werkstattthemen wider. Neben hochrangigen Rednern für die Plenumstage am 26. und 28. September werden am zweiten Kongresstag über 110 Arbeitsgruppen an fünf Veranstaltungsorten in ganz Freiburg tagen. Die Referenten, darunter fast 50 Professoren und Hochschullehrer, gehören zu den bedeutendsten Experten im Kontext der beruflichen Teilhabe behinderter Menschen in Deutschland und Europa.

Am ersten und dritten Kongresstag findet die Veranstaltung im Plenum in der Rothaus Arena statt. Der Großteil der Arbeitsgruppen am 27. September 2012 wird in der Universität Freiburg, dem Konzerthaus Freiburg und dem Novotel stattfinden. Diese Veranstaltungsorte liegen fußläufig nur wenige Minuten auseinander, sodass Sie ohne Probleme während der Pausenzeiten die Räumlichkeiten wechseln können. Zur Katholischen Hochschule Freiburg, in der ebenfalls einige Vorträge stattfinden werden, fahren Shuttlebusse, die eine problemlose Anbindung garantieren.

Die Themen der Arbeitsgruppen am zweiten Kongresstag orientieren sich an den fünf Säulen des Vorstandspapieres „Maßarbeit“: Sie können die Arbeitsgruppen der einzelnen Säulen frei wählen und kombinieren. So erhalten Sie die Gelegenheit, sich Ihr persönliches Tagungsprogramm zusammenzustellen.

Säule 1
Maßarbeit für alle

Kein Begriff bestimmt die Diskussion über die Teilhabe behinderter Menschen in Deutschland derzeit so wie der der Inklusion. Mit ihm, der durch die UN-Konvention zu den Rechten behinderter Menschen an Gewicht gewonnen hat, setzen sich die Werkstätten intensiv auseinander.

Dabei ist eines klar: Die Teilhabe am Arbeitsleben in der Werkstatt trägt ebenso zur Inklusion behinderter Menschen bei wie alle anderen Angebote der beruflichen Teilhabe auch. Und das, obwohl Form, Umfang, Inhalt und Rechtsstatus unterschiedlich sind. Denn es geht nicht um Gleichheit der Verhältnisse, sondern darum, jedem einzelnen behinderten Menschen die für ihn optimale Chance auf Teilhabe zu gewähren.

Die Werkstattleistungen befinden sich in einem Entwicklungsprozess, der dafür sorgt, dass die qualifizierten Angebote noch deutlicher den Anforderungen der Inklusion gerecht werden. Wie können „maßgeschneiderte“ Teilhabeangebote aussehen? Welche Herausforderungen und Chancen bringt die Umsetzung der UN-Konvention mit sich? Sind Werkstattangebote für weitere Personenkreise nutzbar? Welche Perspektiven hat die berufliche Bildung? Wie müssen sich die Werkstätten organisatorisch weiterentwickeln, um den veränderten Rahmenbedingungen gerecht zu werden? Diese und weitere Fragen werden behandelt.

Säule 2
Einheitliche Standards für Teilhabeleistungen
Bildung und berufliche Qualifizierung sind so zu gestalten, dass die Teilhabe am Arbeitsleben möglich ist – unabhängig davon, ob sie in der Tagesförderstätte, der Werkstatt oder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt stattfindet. Dabei stellt sich immer wieder die Frage, nach welchen Standards oder entlang welcher Richtlinien berufliche Bildung erfolgen kann und soll.

Einheitliche Standards in der beruflichen Bildung fördern die Erlangung, Sicherung und den Ausbau der individuellen Kompetenzen mit dem Ziel, ein weitgehendes persönliches Maß an Selbstständigkeit im Arbeitsleben zu erreichen. Information,Konsultation, Beteiligung, Mitbestimmung, Mitverantwortung, Selbstbestimmung und Sinnhaftigkeit sind in diesem Zusammenhang zentrale Stichpunkte.

Welche erfolgreichen neuen Bildungs- und Qualifizierungsmodelle gibt es? Wie lässt sich die berufliche Bildung auch für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf realisieren? Wie lassen sich Bildung und Produktion gelungen vereinbaren? Welche Chancen können Außenarbeits- und Praktikumsplätze für Bildungsansätze bieten?
Säule 3
Individuelle Teilhabeleistungen garantieren
Im Mittelpunkt dieses Themenfeldes stehen die Voraussetzungen, die existieren müssen, um eine individuelle Ausgestaltung von Teilhabeleistungen realisieren zu können. Dazu gehört auch die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Teilhabe auch für Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen. Um diesen zu realisieren und den Teilhabeanspruch aller Werkstattbeschäftigten zu sichern, müssen die notwendigen Strukturen geschaffen werden.

Wie sehen Finanzierungsmodelle dafür aus? Wie lassen sich Anspruch und Wirklichkeit in Einklang bringen? Welche Wertschöpfung bieten Werkstätten für die behinderten Menschen und für die Gesellschaft an? Wie lässt sich der Mehrwert, den Werkstätten für die Gesellschaft erbringen, aufzeigen und damit überzeugen?
Säule 4
Einbeziehung und Mitbestimmung
Mitwirkung und Mitbestimmung sind Fundamente des demokratischen Rechtsstaates. Auch die UN-Konvention hebt die Bedeutung der Selbstbestimmung und des Rechtes auf Entscheidungsfreiheit und Mitsprache hervor. Die Werkstätten-Mitwirkungsverordnung war ein ein guter Schritt in die richtige Richtung. Doch damit Werkstattbeschäftigte ihre Rechte und Pflichten als Werkstatträte ausüben können, müssen die notwendigen Voraussetzungen getroffen werden.

Wie genau kann Mitwirkung oder Mitbestimmung in der Werkstatt aussehen? Wie lässt sie sich organisieren? Wie können die Werkstattbeschäftigten dabei unterstützt werden, ihr Recht noch besser auszuüben? Wie muss sich auch die Werkstatt weiterentwickeln, um noch mehr Mitwirkung zuzulassen? Wie können Angebote der Werkstatt aussehen, die Selbstbestimmung und Wunsch- und Wahlrecht der behinderten Menschen in Bezug auf ihre Lebensplanung ernst nehmen und realisieren?
Säule 5
Förderung von Kooperationen
Netzwerk – so lautet das Stichwort, auf das es zusehends ankommt. Dabei gibt es unterschiedlichste Partner, mit denen Werkstätten und ihre Träger die Vernetzung vorantreiben sollten. Ein bedeutender Punkt ist die Kooperation mit Unternehmen der Erwerbswirtschaft. Diese verfolgt nicht nur das Ziel der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, sondern dient auch der Bereitstellung zusätzlicher Teilhabemöglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt – sei es in Form von Außenarbeitsplätzen, Außenarbeitsgruppen oder Praktika. Auch das Feld der beruflichen Bildung bietet zahlreiche Kooperationsmöglichkeiten. Durch die enge Zusammenarbeit mit anderen Bildungsanbietern wird es möglich, komplexere und individuellere Bildungs- und Qualifikationsangebote zu entwickeln.

Nicht zuletzt spielt die Vernetzung im Sozialraum eine immer wichtigere Rolle – auch in der öffentlichen Wahrnehmung. Durch eine aktive Rolle in der regionalen Kultur-, Sport- und Lebenswelt festigen die Werkstätten ihre soziale Bedeutung und Akzeptanz.

Doch wie gestaltet sich eine solch partnerschaftliche Zusammenarbeit? Welche möglichen Partner gibt es für die Werkstätten und ihre Träger überhaupt? Wie kommt man in Kontakt und etabliert ein dauerhaftes Netzwerk? Welche Veränderungen – auch in der eigenen Außendarstellung – sind notwendig? Diese und viele weitere Aspekte diskutieren die Arbeitsgruppen dieser Säule.


















































Bitte beachten Sie, dass sich einzelne Punkte des hier vorgestellten Programmablaufs noch verändern können. Das endgültige Programm sowie die Arbeitsgruppenbestätigung erhalten Sie zusammen mit Ihren vollständigen Kongressunterlagen bei der Registrierung vor Ort am 26. September 2012 in der Rothaus Arena in Freiburg.



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