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Werkstätten:Tag 2012

Säule 1: Maßarbeit für alle

AG 1: 07 Universität Freiburg, KG I 1098 11:00 - 12:30 Uhr 
Menschen mit Behinderungen: Weist die Diagnose den Lebensweg?
Henn, Prof. Dr. med. Wolfram
„Behinderung“ ist medizinisch nicht klar umrissen. Ursachen, Schweregrad und Profil sind so unterschiedlich, dass keine Diagnose die Entwicklungsperspektiven eines Menschen verlässlich vorzeichnen kann. Sozial hingegen bedeutet „Behinderung“ eine Kategorisierung, die Menschen oft auf institutionell vorgegebene Lebenswege führt. So verschieden wie Menschen mit Behinderungen sind, muss es für sie auch verschiedene und zueinander durchlässige Bildungs- und Berufswege geben. Dabei ist jede Form von Ideologisierung schädlich. Inklusion ist zwar ein wichtiges gesellschaftliches Konzept. Es darf aber nicht zur Verdrängung bewährter Formen wie Werkstätten führen. Ziel muss ein gleichwertiges Nebeneinander der Angebote sein.
Kurzvita
Der Referent ist Professor für Humangenetik und Ethik in der Medizin an der Universität des Saarlandes und Mitglied der Zentralen Ethikkommission bei der Bundesärztekammer. Prof. Henn ist Mitherausgeber der Zeitschrift „Ethik in der Medizin“ und hat verschiedene Forschungsprojekte zu psychosozialen Aspekten genetisch bedingter Behinderung durchgeführt. Dafür erhielt er 2007 den Down-Syndrom-Preis „Moritz“.
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